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Die vier Leuchttürme von Kap Arkona auf Rügen: Ein besonderes Erlebnis zwischen Steilklippen und Bunkern

12. Sept. 2026

Quelle: Kap Arkona / Uwe Kronenberg

Ein sanierter großer Leuchtturm Kap Arkona und ein neuer kleiner Leuchtturm

Seit letztem Jahr hat sich viel getan am Kap Arkona, dem nördlichen Gebiet auf der Ostsee Insel Rügen.

Die Leuchttürme von Kap Arkona

Der Leuchtturm Kap Arkona – Die Wiedereröffnung!

Es geht aufwärts – in jeder Hinsicht

Der Leuchtturm am Kap Arkona ist seit Juni 2026 wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet!

Die umfangreichen Sanierungsarbeiten, die seit Anfang September 2025 liefen und durch den langen, witterungsintensiven Winter immer wieder verzögert wurden, sind erfolgreich beendet.

Die rote Spitze des Wahrzeichens lugt schon längst wieder strahlend über Rügens Nordspitze heraus – ein Anblick, den wir alle vermisst haben.

Im Zuge der Renovierung wurde am Leuchtturm ein zweiter Rettungsweg geschaffen. Konkret bedeutet das: Im Notfall können Personen nun auch über das Leiterfahrzeug der Feuerwehr aus der Höhe gerettet werden. Eine entscheidende Maßnahme für einen Turm, der 35 Meter hoch ist und dessen Leuchtfeuer sich gut 75 Meter über dem Meeresspiegel befindet – die Steilküste eingerechnet.


Der 1905 in Betrieb genommene Leuchtturm ist nicht nur ein aktives Seezeichen für die Schifffahrt in der Ostsee, sondern auch eines der beliebtesten Ausflugsziele auf Rügen. Die umfassende Sanierung – die letzte vergleichbare fand 1991 statt – hat dem denkmalgeschützten Turm sein strahlendstes Gewand seit Jahrzehnten zurückgegeben. Stahl- und Mauerwerksarbeiten sowie neue Navigationsausrüstung (AIS, GPS und Richtfunk) wurden erneuert.


Der neue kleine Leuchtturm

Der neue kleine Leuchtturm am Kap Arkona

An dieser Stelle stand schon einmal ein vierter Turm, das ehemalige Leuchtfeuer von Ranzow. 2019 wurde dieses abgebaut, restauriert und dient heute im Hafen von Lauterbach als aktives Leuchtfeuer.

Der Ranzow-Turm gehörte zu einer Serie von sieben Meter hohen Leuchttürmen der Firma Julius Pintsch aus Fürstenwalde, die zwischen 1905 und 1925 gefertigt wurden.

Diese modernen, modularen Gusseisentürme liefen zunächst mit Gas, später elektrisch und wiesen teilweise Jugendstilelemente auf. Exemplare standen unter anderem auf Jasmund, Hiddensee, Wustrow und in der Wesermündung.


Der Turm Langlütjennordsteert, der 2023 nach Kap Arkona überführt werden sollte, zerbrach beim Verladen, sodass ein Neubau erforderlich war.


Der kleine Leuchtturm wurde von Dipl.-Ing. Martin Bögelsack entworfen und gemeinsam mit Heckmann Stahlbau Ost (Eisenhüttenstadt) gebaut. Er ist keine Nachbildung, sondern eine moderne Interpretation der historischen Pintsch-Türme. Segmentweise aus Stahl gefertigt, wiegt dieser rund fünf Tonnen und verfügt über eine eindrucksvolle Gürtellinse aus dem Deutschen Technikmuseum Berlin sowie dem Kupferdach des Turmes Langlütjennordsteert.

So steht heute am Kap ein kleiner Leuchtturm, der Tradition und Moderne vereint - ganz im Geiste dessen, was Julius Pintsch im Jahr 2025 wohl gebaut hätte.


"Letzten Monat habe ich Kap Arkona besucht und es hat mir sehr gut gefallen", sagt Uwe Kronenberg, Gründer des Webportals Leuchtturm Paradies "wo sonst sieht man so viele Leuchttürme, Steilklippen, Bunker und Ostsee an einer Stelle.

Ich habe dazu auch einen kleinen Foto Blogbeitrag erstellt."

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